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Vulkane in Deutschland

Die Vulkangebiete in Deutschland befinden sich in der Eifel, im Erzgebirge, am Vogelsberg, im Westerwald, am Kaiserstuhl und an der Rhön. Auffällig an der Anordnung der meisten Vulkangebiete ist, dass sich das Gebiet ca. 300 km vor der Alpenfront auftürmt. Geologen sind der Meinung dass die Alpenentstehung ein Teil zu dem Vulkanismus beigetragen hat.

Die allgemeine Ursache des Vulkanismus liegt in der Plattentektonik der Erdoberfläche. Die Erde besitzt 7 große Platten und 20 kleine Platten mit unterschiedlichen Dicken. Da diese Kontinentalplatten auf dem flüssigen Erdinneren schwimmen, gibt es Platten die sich aufeinander zu bewegen und Platten die sich voneinander weg bewegen. Dort wo die Kontinentalplatten sich aufeinander zu bewegen gibt es Vulkane. Aber auch an Stellen wo die Kontinentalplatten sich voneinander weg bewegen kann man Vulkane finden. Dies findet meist in den Tiefen der Ozeane statt. Durch das Drücken der Kontinentalplatten wird die Plattenoberfläche zum Schmelzen gebracht, dies geschieht in hundert Kilometern Tiefe. Aus der Plattenoberfläche wird flüssiges Gestein. Durch den Schmelzprozess werden Gase gebildet und ein hoher Druck entsteht. Das Gas will entweichen und versucht durch Risse und Spalten an die Erdoberfläche zu gelangen. Bei einem geringen Gasgehalt fließt die Lava ruhig aus der Öffnung, bei hohem Gasgehalt wird sie mit hoher Kraft aus dem Vulkankrater geschleudert.

Der Kaiserstuhl war vor ca. 15 Millionen Jahren ein Vulkan. In der Eifel liegt ganz idyllisch der Laacher See. Dieser gehört zu den größten Kraterseen der Eifel. Auffällig für einen Kratersee sind die aufsteigenden Gasblasen in Ufernähe, dies deutet auf ein unruhiges Erdinnere hin. Die ganze Eifel ist übersät mit Vulkanen, 250 Vulkane brachen in der Eifel bisher aus und die letzte Aktivität war vor 11.000 Jahren, seither ist es eine trügerische Ruhe.

In der Eifel gibt es besondere Vulkane, sie werden "Plumes" oder auch "Hot Spots" genannt. Diese Vulkane treten dort auf wo keine Kontinentalplatten aufeinander drücken. In einer Tiefe von 100-400 km befindet sich eine heiße Gesteinsmasse, die stetig nach oben steigt. In der Nähe der Erdoberfläche beginnt diese dann zu schmelzen. Auf der ganzen Welt gibt es ca. 100 solcher Hot Spots die Vulkanismus betreiben. Plumes hingegen sind in der Eifel mit einem Durchmesser von ca. 100 km sehr klein. Geologen beobachten das Gebiet der Eifel sehr genau, denn jede kleine Aufbeulung oder ein starkes Beben kann ein Hinweis für einen zukünftigen Vulkanausbruch sein. Derzeit gibt es keine wirklich aktiven Vulkane in Deutschland, doch die Vulkane sind nicht tot. Im Inneren lauern sie auf ihren Ausbruch und keiner weiß wann genau dieser Zeitpunkt gekommen ist.